Hallo Maja!
Was für Möglichkeiten man nach dem Bachelorstudium hat hängt einerseits von Deinen Interessen, Deiner Vorbildung, eventuell parallelen Studien ab. Ziel ist beim Studium die Vermittlung grundlegender wissenschaftlicher Kenntnisse über die ungarische Sprache, Literatur und Kultur in Geschichte und Gegenwart sowie die Vermittlung der aktiven und passiven Beherrschung der ungarischen Sprache. Aufbauend kann nach dem Bachelorstudium das Masterstudium angehängt werden. Bei der Berufswahl ist das Studium für Beziehungen zu oder mit Ungarn (Firmen mit Ungarnbezug etc.) ein Vorteil oder bei einer Beschäftigung im kulturellen bzw. wissenschaftlichen Bereich.
Für das freie unterrichten (Privat, Volkshochschulen,…) ist kein Qualifikationsnachweis vorgeschrieben. Er kann aber von den Institutionen je nach Vorgabe verlangt werden.
Das Lehramtstudium berechtigt bzw. befähigt zum Unterrichten in den Pflichtschulen (Gymnasium, AHS, BHS, etc.). Willst Du an einer staatlich anerkannten Schule unterrichten so ist ein Lehramtstudium notwendig. Für die Volksschulen gelten andere Voraussetzungen – hier ist die Pädak zuständig.
Für Dolmetschen und Übersetzen gibt es eigene Studien bzw. eine Ausbildung an der Universität Wien, die für diese Tätigkeiten und das Berufsfeld optimiert sind. Beim Hungarologiestudium werden jene Praktiken nicht oder nur sehr eingeschränkt vermittelt, da es nicht in das Hungarologie-Studium fällt. Ob für die Ausübung des Dolmetsch/Übersetzungsgewerbes ein abgeschlossenes Translationsstudium Voraussetzung ist, kann ich Dir leider nicht sagen, da dies eine andere Abteilung (Translationswissenschaften) betreut. Fakt ist auf jeden Fall, dass man als Übersetzer, Sachverständiger oder Dolmetscher für Konferenzen entsprechende Qualifikationen und Ausbildungen nachweisen muss.
Bezüglich Sprachbeherrschungsprüfung:
Entweder Du machst die Übungen Spracherwerb 1 bis 6 aufbauend innerhalb der ersten 6 Semester Deines Studiums oder Du machst anstelle dessen _EINE_ Spracherwerb-Prüfung, die den kompletten Inhalt jener 6 Übungen beinhaltet. Es reicht somit einmal zu Beginn des Studiums diese Prüfung abzulegen. Das Niveau der Sprachbeherrschungsprüfung entspricht Maturaniveau. D.h. Du solltest Dich in Wort und Schrift verständigen können und auch in der Lage sein längere Texte zu bestimmten Themen abzufassen oder mündlich über etwas zu reden. Es wird kein Fachwortschatz zu irgend ein Thema (Medizin, Jus, Technik etc.) verlangt – Du solltest Dich aber auf einem ähnlich hohem Niveau wie der Muttersprache verständigen bzw. verstehen können. Bspw. es wird sicher kein Text zur Lage der Subventionen ungarischer Bauern durch die EU kommen oder zu mathematischen Berechnungen in der Technik, aber Du solltest Dich doch bspw. über Ungarn und die EU wie im Alltag unterhalten können.
Richtiges Fachvokabular lernt man in den Translationsstudien und nur eingeschränkt in der Hungarologie – hier hängt es von Dir selbst ab wieviel und in welchem Gebiet Du Dir den Wortschatz zusätzlich zum Maturaniveau-Grundwortschatz aneignest.
Die Lehrveranstaltungen des Bachelorstudiums Hungarologie werden auf Deutsch vermittelt und auch auf Deutsch geprüft.
Hoffe damit geholfen zu haben. Bei weiteren Fragen oder wenn etwas unklar ist komm in die Studienberatung zu Semesteranfang oder schreib uns hier noch eine Nachricht-Antwort darauf.
Viele Grüße
Andris