Wie ihr wahrscheinlich schon wisst, finden vom 26.5. bis Do. 28.5. wieder ÖH Wahlen statt.
Im Rahmen dieser Wahl werden auch die Studienrichtungsvertreter an der Finno-Ugristik neu gewählt, deren Aufgabe es ist, euch während des Studiums zu beraten, diverseste kulturelle Veranstaltungen (zB Filmabende, etc) zu organisieren/finanzieren und euch zum Beispiel auch beim Mitgestalten neuer Studienpläne vertreten.
Zur Wahl für die Stv an unserem Institut stehen dieses Mal
Veera Lindholm
Andreas Pöschek
Christina Tanzer
Auch wenn nur drei Pesonen in die Stv FU gewählt werden können, bitten wir euch trotzdem, zur Wahl zu gehen, um zu zeigen, dass ihr die Arbeit der Stv unterstützt. Das Wahllokal ist auch ganz in der Nähe:
Aula im Hof 1, bitte Studentenausweis nicht vergessen.
Zur ÖH-Wahl auf anderen Ebenen möchten wir hier keine Stellung nehmen, da sowohl die alten als auch die neuen Kanditaten fraktionslos antreten.
Die ausgewählten Filme sind Inhalt der Vorlesung von Prof. Györffy zum Ungarischen Film und erlauben so eine intensive Auseinandersetzung. Beide Filme haben auch außerhalb Ungarns hohes Ansehen und Preise errungen und sind sowohl für den geschichtlichen als auch kulturellen Bezug zu Ungarn und dem ehemaligen Sozialismus ein zeitgeschichtliches Werk.
Untertitel in Englisch (funktionieren)
Idő van
Péter Góthár, 1985
(frei übersetzt: Es ist Zeit, Es gibt Zeit)
Do. 23. April 2009, 18:30 im Finno-Ugristik Hörsaal 1
Péter Góthárs Film gibt einen scharfen unzensurierten Einblick in die damalige Gesellschaft Ungarns. Eine Familie beginnt ihren Urlaub mit dem üblichen Stress. Das Ziel ist Balaton, der größte Binnensee Mitteleuropas, der Badespaß und Erholung für die Familie sein sollte. Es zeigt sich aber bei der Ankunft bereits ein surreales Bild: Mitten in der Hochsaison ist das Hotel komplett Menschenleer, aber sie dürfen als Familie nur ein Einbettzimmer beziehen. Absurditäten? Schikanen? Nein, wer das damalige System im Kommunismus kannte wird ähnliche Situationen für “normal” befinden. Plötzlich wird die Mutter aus unerfindlichen Gründen krank und reist zurück nach Budapest zur Behandlung. Währenddessen besucht der Vater seine Familie. Ziemlich banale Geschichte würde man meinen, wenn sie nicht auf der Grundlage des Autors Péter Eszterházys wäre. Sein Stil benutzt eine große Menge an Surrealismus die die damalige Realität im Sozialismus beleuchtet. Im Film ist die Realität eine aufgesplitterte Gesellschaft, wo die kommunistischen Ideale nirgends vorhanden sind, obwohl jeder nach ihnen damals leben sollte. Viel mehr irren die Personen komplett disorientiert herum in ihrem Alltag. Diese Situation ist durch den Hauptdarsteller, dem Vater, charakterisiert. Als typisches Beispiel wird er mit der Verantwortung über seine Familie nicht fertig.
Es gibt keine Aussage im Film, keine Botschaft an den Zuseher – er zeigt uns eine Gesellschaft aufgewachsen im Kommunismus ohne Ideale, ohne Ziele. Der Vater treibt alleine im Alltag umher und wird nur duch äußere Impulse der verordneten Systems gelenkt – so wie auch jeder einzelne zur damaligen Zeit Ungarns. Der Film ist keine Komödie, aber auch keine Belehrung – er zeigt uns in einen Einblick in das damalige Gesellschaftssystem, welches nicht nur in Ungarn, sondern in vielen Ostblockländern vorzufinden war. Generationen, die nach der Wende aufgewachsen sind oder keinen Bezug zum Sozialismus des Ostblocks haben, können über diesen Film einen Einblick in die damalige Gesellschaft vor dem Kollaps jenes Systems bekommen.
Filmausschnitt aus Idő van (Anfang)
Filmausschnitt aus Idő van:
Taxidermia, Der Ausstopfer
Pálfi György, 2007
Do. 7. Mai 2009, 18:30 im Finno-Ugristik Hörsaal 1
Die Geschichte dreier Generationen in Ungarn, radikal verfilmt von Ungarns Jungstar-Regisseur György Pálfi (Hukkle – Das Dorf). In extremen und extrem organischen Bildern erzählt er von Geburt, vom Grossen Fressen, von eingesperrter und entfesselten Trieben und vom Auslöschungstrieb der Menschheit ? ein “Film jenseits aller Normen” (Libération), ein “visueller Schock” (L’Humanité) zwischen “dem Wahnsinn Kusturicas und dem Delirium von Terry Gilliam” (L’Express)… Nach der aufsehenerregenden internationalen Premiere in Cannes 2006 wurde TAXIDERMIA – DER AUSSTOPFER zu mehr als 30 internationalen Festivals eingeladen und mit zahlreichen Filmpreisen ausgezeichnet.
Wie auch letztes Jahr veranstalten wir im Rahmen der nordischen Filmwoche der Urania eine abendliche Filmexkursion mit Kinobesuch. Aufgrund des großen Erfolges haben wir das Programm und die Unterstützung ausgedehnt. Neben der Filmexkursion bieten wir zu allen finnischen Veranstaltungen im Rahmen der nordischen Filmwoche verbilligte Karten exklusiv als FU-Aktion an.
Abendliche Exkursion am Dienstag, 21. April 2009 zum Film
Border 1918/Raja 1918
Regie: Lauri Törhönen, Finnland 2007. Mit englischen Untertiteln.
Treffpunkt: Haupteingang der URANIA um 18:30 (pünktlich wegen Kartenverteilung!)
Kartenreservierung/Kartenkauf: Der Eintritt kostet 2 Euro anstelle 6 Euro (Subvention durch FU Studienvertretung)
Wegen der Kartenreservierung bitten wir um eine verbindliche Anmeldung bis Freitag, 10. April 2008 per Email an stv@finno-ugristik.at
Eine Begleitperson pro Student/in darf mitangemeldet werden. Näheres zum Ablauf dann nach der Anmeldung per Mail.
Als besonderes Extra können auch vergünstigte Kinokarten (3 Euro statt 6 Euro) zu den anderen beiden finnischen Filmen der nordischen Filmwoche (die bereits in den Osterferien gezeigt werden) bei uns bezogen werden. Auch hier bitten wir um eine VERBINDLICHE Anmeldung bis Freitag, 10. April 2008 per E-Mail.
Folgende finnische Filme werden im Rahmen des “Extra” gezeigt:
Donnerstag, 16. April 2009, 19.00: Äideistä parhain (Mother of mine)
Finnland/Schweden 2005. Englische Untertitel.
(im Anschluß Empfang der nordischen Botschaften)
Filmbeschreibungen: siehe Programm der Urania. Nähere Infos zu Treffpunkt und Kartenabholung gibt es für alle angemeldeten Studenten per Email nach Ablauf der Anmeldungsfrist.
Prof. Timothy Riese war mit den Teilnehmern der Marischgruppe letzten Sommer in Mari El auf der Sommeruniversität. Am Montag, dem 30. März 2009 präsentieren diese Marischgruppe um 18:30 im Hörsaal 1 Erlebnisse aus dem tiefsten Russland, die wärend einer Reise zur Republik Mari El im Wolgabecken im Sommer 2008 gesammelt wurden. Mit Musik, Bildern und Videos wird die Kultur, die Sprache, die Religion und das Leben einer kleinen finno-ugrischen Nation vorgestellt, Erlebnisse der Reise, der ordentlichen und außerordenlichen Art, werden geschildert.
Die Unterlagen zu den Lehrveranstaltungen von Prof. Miklós Györffy sind ab sofort hier im Bereich Studienmaterial downloadbar. Um sie dort zu sehen oder downloaden zu können ist vorher eine Registrierung sowie ein Login als Studierende/r notwendig.
Prof. Deréky bietet zu seinen in früheren Semestern abgehaltene Ungarische Literatur-Einführungsvorlesungen (I,II) einen weiteren Prüfungstermin an. An jenem wird ausschließlich zu Prof. Derékys Inhalten bzw. Vorlesungen geprüft und nicht nach den neuen Literatur-Einführungen von Prof. Györffy.
Do., 29. Jänner 2009. Treffpunkt 9 Uhr pünktlich im Vorraum vor den Hörsälen im 1. Stock der Finno-Ugristik.
Finnischer Film mit engl. Untertiteln Do. 20. Nov. 2008 um 18.15 Uhr (pünktlich)
FU Hörsaal 1
Zum Film:
Die Frauenärztin Saara kommt per Zufall ihrem Mann auf die Schliche, der offenbar schon seit längerem eine Affäre mit der Studentin Tuuli hat. Bei ihrem Versuch, mehr über die Konkurrentin herauszubekommen, freundet sich Tuuli mit ihr an und ahnt dabei nicht, wer sich hinter der Fassade der netten Bekannten verbirgt. Mit geschickten Schachzügen versteht Saara es, sich einerseits das Vertrauen Tuulis zu erschleichen und diese andererseits gegen Leo auszuspielen. Doch das Räderwerk, das sie in Gang gesetzt hat, entwickelt seine eigene Dynamik und gerät zusehends außer Kontrolle, mit unvorhersehbaren Folgen für alle Beteiligten…
Ungarischer Film 1982, gezeigt mit engl./deu. Untertiteln
Do. 13.11.2008, Filmbeginn um 18:15 Uhr (pünktlich) im FU Hörsaal 1
Mit einer Filmempfehlung von Prof. Dr. Miklós Györffy aus der Vorlesung Ungarischer Film.
Filmbeschreibung
Ein Budapester Ingenieur, der zur Aufbesserung seiner finanziellen Situation als Taxifahrer arbeiten muss, wird von zwei Taschendieben bestohlen. Als die polizeilichen Ermittlungen im Sande verlaufen und er sieht, dass eine der Täterinnen im Reichtum lebt, greift er zur Selbstjustiz. Ein spannender und aufschlussreicher Thriller, der bisweilen recht zynisch menschliche Kontakte und Gefühle reflektiert; ein bitterer Kommentar zum real existierenden Sozialismus, in dem das Verbrechen nicht verschwunden ist.
Das Volkstheater zeigt im Rahmen seiner Serie “Das Beste aus dem Osten” am 28. und 29. November 2008 Bühnenstücke aus Ungarn: Paprika und Piroschka – Barock und Rock Theaterland UNGARN.
Ein Programm mit Lesung, Bühnenstück, Vorträgen und musikalischen DJ-Sessions aus Ungarn!
18.00 Csaba Mikó: Vater oder Die Anatomie eines Mordes. Szenische Lesung mit SchauspielerInnen des Ensembles
19.15h Vortrag Theaterland Ungarn. Kreativität gegen Kommerz, Politisierung gegen Poesie, Realismus gegen Körperlichkeit: Aspekte der Theaterlandschaft Ungarns.
Parasztopera / Bauernoper
Eine Hochzeit wird in aller Eile vorbereitet. Aber schnell wird die vorgebliche Harmonie aus der Bahn geraten, denn dunkle und lang verschwiegene Familiengeheimnisse kommen ans Tageslicht: Das junge, glückliche Paar entpuppt sich als Cousine und Cousin. Darüberhinaus wurde der Vater der Braut wegen eines großen Geldbetrags totgeschlagen … Bauernoper ist eine der typischsten und erfolgreichsten Produktionen
der Company; sie verknüpft Volkstradition mit Postmoderne, archaische Mythen von Inzest und Kindsmord mit typischen Motiven ungarischer Folklore. Inspiriert von John Gays Bettleroper, mischt die
Musik Secco-Rezitative, die Barockopern entlehnt sein könnten mit ungarischen und transylvanischen Volksliedern, musiziert auf authentischen Instrumenten der Regionen. Die Bauernoper wurde mit dem
Ungarischen Kritikerpreis als „beste Musiktheaterproduktion des Jahres” ausgezeichnet und ist seitdem ständiger Gast auf internationalen Theaterfestivals – so u.a. Theater der Welt, Stuttgart, Festival d’Automne,
Paris, Festival Passages, Nancy und wurde nach Moskau und New York eingeladen.
Das Festival die Besten aus dem Osten! Folge 3: Ungarn
Das Volkstheater schreibt: Für unser Festival Die Besten aus dem Osten! Folge 3: Ungarn kommt die Truppe rund um Béla Pintér mit ihrer Erfolgsproduktion Parasztopera (Bauernoper) nach Wien – das Theater gibt es seit 10 Jahren, ist aus der Budapester Theaterszene nicht mehr wegzudenken, und ständiger Gast auf den großen internationalen Theaterfestivals. Zusätzlich ist es uns gelungen, die langjährige Dramaturgin
des renommierten Krétakör-Theaters von Árpád Schilling in Budapest, Anna Lengyel, nach Wien zu holen. Sie ist eine Expertin für ungarisches Gegenwartstheater und wird im Rahmen des Festivals ein aktuelles ungarisches Stück mit Schauspielern unseres Ensembles einrichten – Vater oder Die Anatomie eines Mordes des Theater-Shooting-Star Csaba Mikó. Abrunden wollen wir das Programm mit einer Autorenlesung des jungen Schriftstellers György Dragomán, der selbst aus seinem neuen hochgerühmten Roman Der Weiße König lesen wird, einer kleinen Foto-Ausstellung, DJs sowie mit ungarischen Leckereien.
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